August Gottlob Dreßler
August Gottlob Dreßler (* 1824; † 18. Mai 1904 in Dresden) war ein sächsischer Jurist, viele Jahre als Gerichtsamtmann, zuletzt als Amtsrichter am Gerichtsamt in Stolpen.
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[Bearbeiten] Familie
August Gottlob Dreßler war mit Minna Franziska Dreßler geb. Böhme (* 1832; † 17. Dezember 1907 in Dresden) verheiratet. Die Tochter des Paares:
- Wilhelmine Elisabeth Margarethe Dreßler (* 7. August 1855 in Schönfeld bei Großenhain; † 14. September 1928 in Dresden) war seit 1880 die Ehefrau des Zivilingenieurs und königlich-sächsischen Eisenbahnbau- und späteren Finanzrates Ernst Paul Dreßler († 1908 in Striesen bei Dresden).
[Bearbeiten] Leben und Wirken
August Gottlob Dreßler studierte Rechtswissenschaften. Er arbeitete anfangs, ab mindestens 1849 als Aktuar im Justizamt Wolkenstein mit Annaberg,[1] ab 1852/53 in gleicher Stellung als Aktuar im Gericht zu Jöhstadt im Erzgebirge.[2]
Ab 1855 arbeitete Dreßler als Aktuar und Interimsverweser (zwischenzeitlicher Verwalter) des Gerichtsamtes Schönfeld bei Lampertswalde im Meißner Kreis, bevor ihm 1859 die vakante Stelle als Gerichtsamtmann am Gerichtsamt Schönfeld übertragen wurde.[3] Nach vier Jahre in Schönfeld wurde ihm 1863 aufgrund der Krankheit und der Dienstunfähigkeit des bisherigen Gerichtsamtmannes Ludolph Hermann Kasten der Vorstand vom Gerichtsamt Schneeberg im Erzgebirge übertragen. Dreßlers Stelle in Schönfeld wurde im Gegenzug an den Gerichtsamtmann Heinrich Wilhelm Buchner aus Zschopau übertragen.[4] Die Gemeindesvorstände und Ortsgerichtspersonen des Schönfelder Amtsbezirkes widmeten Dreßler am 31. August 1863 bei seinem Weggang einen Nachruf in der Sächsischen Dorfzeitung.[5] Dreßler wirkte in Schneeberg zirka zehn Jahre.
1873 wurde Dreßler als Gerichtsamtmann zum Gerichtsamt nach Stolpen versetzt. Seine Stelle in Schneeberg übernahm der bisherige Wildenfelser Gerichtsamtmann Ernst Gustav Bernhardi.[6] Als Vorstand des Gerichtsamtes Stolpen erhielt er für seine Verdienste nach 20-jähriger Tätigkeit als Gerichtsamtmann und Amtsrichter mit dem Albrechtsorden einen der höchsten Orden des Königreiches Sachsen. Gleichzeitig erhielt er auf sein eigenes Ersuchen die Genehmigung zur Versetzung in den Ruhestand unter Fortzahlung der gesetzlichen Pension und der Belassung des Titels und des Ranges.[7]
Nach seiner Pensionierung zog Dreßler nach Dresden, wo er erstmals 1880 im Dresdner Adressbuch als Amtrichter a.D. (außer Dienst) verzeichnet ist. Er wohnte anfangs in der Feldgasse 6.[8] 1881 zog er in die Ammonstraße 16,[9] 1891 an den Güntzplatz 3,[10] ab 1892 dort in die Hausnummer 2,[11] 1894 weiter in die Marienstraße 32,[12] 1897 in die Wasserstraße 3,[13] 1900 in die Bautzner Straße 20,[14] 1901 in die Holzhofgasse 11,[15] wo er bis zu seinem Tod lebte. Auch seine Witwe wohnte nach seinem Tod weiter dort.[16] Im gleichen Haus wohnte 1905 auch der damalige königlich-sächsische Hauptmann Walter von Koppenfels (1862–1916), der älteste Sohn des Juristen Max von Koppenfels (1831–1905).
[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)
- Juli 1879: Ritterkreuz 1. Klasse des königlich-sächsischen Albrechtsordens
[Bearbeiten] Quellen
- Genealogische Angaben aus Ancestry
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1850, Digitalisat auf Google Books, S. 72
- ↑ Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1854, Digitalisat auf Google Books, S. 82
- ↑ Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung, zunächst für das Königreich Sachsen, Band 18, 1859, Digitalisat auf Google Books, S. 526
- ↑ Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung, zunächst für das Königreich Sachsen, Band 24, 1863, Digitalisat auf Google Books, S. 525
- ↑ Anzeiger für Stadt und Land ; Amtsblatt für die Kgl. Amtshauptmannschaften Dresden-Altstadt und Dresden-Neustadt, für das Kgl. Amtsgericht Dresden, die kgl. Forstrentämter Dresden, Moritzburg, Tharandt und die Gemeinden Oberlößnitz und Radebeul, 1863, Digitalisat auf Google Books, S. 514
- ↑ Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, 1872/73, Digitalisat auf Google Books, S. 51
- ↑ Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, 1879, Digitalisat auf Google Books, S. 33
- ↑ Adressbuch Dresden 1880, S. 93, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1882, S. 93, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1892, S. 139, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1893, S. 144, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1895, S. 167, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1898, S. 143, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1901, S. 217, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1902, S. 221, SLUB
- ↑ Adressbuch Dresden 1905, S. 258, SLUB